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Die Dunkelheit der Tage erzählt von Nächten in der Stadt und von den Menschen, die sie
bevölkern. Verwoben mit der Stimmung des Ortes, gefesselt an die Kulisse der Mauern,
Straßen und Plätze, begegnen sich die Menschen und ihre Schicksale. Sinnbild der sich
kreuzenden Handlungsstränge ist der stetig fließende Fluss. Er verbindet Figuren und
Geschehnisse miteinander, hier spielen sich Begegnungen ab, erfüllen sich Schicksale.
Elias, ein alter Stadtstreicher, grob, liebenswürdig und weise, ist der Erzähler
der Geschichte. Seit ewigen Zeiten bewohnt er einen Verschlag am Wasser und lauscht dem
Takt des Flusses, der sich so sehr an ihn gewöhnt zu haben scheint, "dass er ihn nun nicht
mehr sterben lässt".
Vincent, einst ein gefeierter Dramatiker, durchstreift Nacht für Nacht die Straßen
der Stadt und verliert sich mehr und mehr in Fantasien und Abgründen. Unberechenbar bricht
brutale Gewalt von Zeit zu Zeit aus ihm hervor. Greta, deren Bar ein Zufluchtsort in
den dunklen Straßen ist, gelingt es unter größten Opfern, sich Vincent für einige Momente
zu nähern.
Tito ist "heimisch in der Dunkelheit, im wirren Straßengeflecht, unter den
Neonröhren, die über den Laderampen glimmen und summen, unter den zahllosen vibrierenden
Grenzsteinen zum Reich der gescheiterten Unternehmungen. Tito, der in den Schatten
verschwindet, der sich auflöst und zusammenformt, als geböte nur er selbst über seine
Gestalt; ohne Ursprung, ohne Vorgänger, losgelöst von allem, das zerstörbar wäre."
Hinzu kommen Richard, der Musikant, ein ebenfalls unbehauster Nachbar Elias',
gleichmütig und anstrengend, Jedermann und Narr, Barde und Quälgeist zugleich. Eric,
Vincents ehemals engster Freund, der sich aus einem impulsiven Moment heraus einen
langgehegten Traum erfüllt: mit der Taxifahrerin Ellen, einer Zufallsbekanntschaft,
bricht er nach Süden auf, um die Stadt für immer zu verlassen.
Und schließlich Lara, Vincents ermordete Geliebte, die für kurze Momente die
Grenzen zwischen Leben und Tod mühelos überschreitet, und die doch nur dabei zusehen kann,
wie Vincents Getriebenheit sich immer weiter steigert, wie die Kreise, die sein Wahnsinn
zieht, immer größer werden. Die Schicksale der Charaktere bewegen sich mehr und mehr
aufeinander zu, und mit dem Fortschreiten der Handlung fallen die Würfel, die über Glück
und Unglück entscheiden, immer unerbittlicher.
Die Dunkelheit der Tage, ein Theaterprojekt auf der Grundlage des gleichnamigen
Romans von Marc Alexander Haas. Die Bühnenhandlung wird durch großformatige
Filmprojektionen, Livemusik und Tonspuren ergänzt.
info@diedunkelheitdertage.de
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